Analyse
EUR/USD verzeichnete 2025 ein starkes Wachstum und stieg von rund 1,02 auf über 1,15, da die US-Notenbank (Fed) die Zinsen viermal senkte (insgesamt um 100 Basispunkte, wodurch der Leitzins auf 3,50–3,75 % fiel), während die EZB vorsichtiger agierte. Mitte 2025 durchbrach das Währungspaar die Marke von 1,10 und setzte seinen Aufwärtstrend fort, um Anfang 2026 ein Niveau zu erreichen, das seit 2021 nicht mehr beobachtet worden war. Im zweiten Quartal 2026 änderte sich die Lage. Die Nachfrage nach dem US-Dollar als sicheren Hafen aufgrund des Iran-Konflikts dämpfte den Aufwärtstrend teilweise, und die restriktive Zinspolitik der Fed bei 3,50–3,75 % stabilisierte den Dollar. Deutschlands 500 Milliarden Euro schweres Infrastrukturprogramm verbesserte die Wachstumsaussichten der Eurozone und gab der EZB Spielraum, neutral zu bleiben, anstatt die Zinsen weiter zu senken, was dem Euro half, sich zu behaupten. EUR/USD notiert aktuell im Bereich von 1,12–1,15.